Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie

 

Augenzittern/Nystagmus - Auffälligkeiten, Therapiemöglichkeiten


Kopfzwangshaltung bei Nystagmus

Von einem Nystagmus spricht man, wenn die Augen nicht ruhig auf einen Fixierpunkt gerichtet und gehalten werden können, sondern zittern.
Ein Nystagmus besteht aus Driftbewegungen und Rucken bei unterschiedlicher Frequenz und Amplitude.

Ein Augenzittern (Nystagmus) kann vor allem bei Kindern ein Hinweis auf reduzierte Sehschärfe/Sehbehinderung ( Link Sehverzögerung) sein. Bei Erwachsenen kann er Ausdruck einer zugrunde liegenden Erkrankung sein. Die Patienten bemerken dann meist störende Bildbewegungen oder Bildunruhen.
Fällt ein Augenzittern auf sollte eine sofortige Vorstellung an der Orthoptik erfolgen!

Formen:

  • Angeborenes Augenzittern (kongenitaler Nystagmus) mit Kopfschiefhaltung
  • Augenzittern bei beidäugig schlechter Sehschärfe (okulärer Nystagmus) oftmals begleitet von starker Lichtempfindlichkeit
  • Verborgenes Augenzittern (latenter Nystagmus) verbunden mit Schielen
  • Augenzittern im 1. bis 3. Lebensjahr, häufig mit Kopfwackeln (Spasmus nutans)
  • Augenzittern durch Störung in Gleichgewichtsorgan (vestibulärer Nystagmus)
  • Erworbener Nystagmus durch Erkrankung (Schlaganfall)

Therapiemöglichkeiten:

  • objektive und subjektive Refraktionsbestimmung und Anpassung einer Brille (häufige Assoziation Nystagmus und hoher Refraktionsfehler!)
  • Ausschluss organischer Ursachen
  • Augenmuskeloperationen zur Verbesserung des Nystagmus und der Kopffehlhaltung (Schieloperation)
  • Krankheitsaufklärung
  • Prismenanpassung
  • Anpassung vergrößernder Sehhilfen (VSH)
  • Einleitung visuelle Frühförderung


 

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