Legasthenie/Okuläre Lesestörung und Winkelfehlsichtigkeit
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Definiton Legasthenie:
Legasthenie ist die Bezeichnung für Schwächen beim Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechtschreiben, die nicht durch Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung, unzureichenden Unterricht oder negative soziale Einflussfaktoren erklärbar sind. |
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Neue Definition: Lese- bzw./und Rechtschreibstörung: "Das Hauptmerkmal ist eine umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten, die nicht allein durch das Entwicklungsalter, Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Leseverständnis, die Fähigkeit, gelesene Worte wieder zu erkennen, vorzulesen und Leistungen, für welche Lesefähigkeit nötig ist, können betroffen sein." Von der echten Legasthenie zu differenzieren sind okuläre Lese-Rechtschreibstörungen! Symptome dieser können sein: Schlecht leserliches Schriftbild, ungenaue Formwiedergabe der Buchstaben, langsames Schreibtempo, über oder unter der Zeile schreiben, Verwechseln von ähnlich aussehenden Buchstaben, Verwechseln von Buchstaben, die sich durch ihre Lage voneinander unterscheiden, Auslassen von Buchstaben, häufiges Hinschauen zur Vorlage (Tafel, ...), fehlerhaftes Abschreiben, Schwierigkeiten beim Erlernen der Buchstaben (Zahlen), stockendes, langsames Lesetempo, Verlieren der Zeile, Auslassen von Buchstaben, … Welche Untersuchungen werden bei Verdacht auf Legasthenie bei uns gemacht:
Grundsätzlich gilt: Eine Brille kann die Legasthenie nicht "heilen", aber die nötige Voraussetzung schaffen für ein anstrengungsfreies, entspanntes Sehen beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen. Ebenso ist ein gutes Sehvermögen und entspanntes Sehen für den Erfolg eines Legasthenietrainings wichtig. Definition Winkelfehlsichtigkeit: Als Winkelfehlsichtigkeit wird ein Bildlagefehler bezeichnet, bei dem die Zusammenarbeit beider Augen durch Abweichungen der Sehachsen gestört ist (= latentes/verborgenes Schielen). Der Begriff der Winkelfehlsichtigkeit ist in der Orthoptik/Ophthalmologie schon lange als Heterophorie (Neigung zum Schielen) bekannt. Eine Winkelfehlsichtigkeit kommt physiologisch bei 70-80 % aller Menschen vor und bedarf bei fehlenden Beschwerden keiner Behandlung. Bei asthenopen Beschwerden (siehe Asthenopie) kann teilweise die Korrektur einer Schielneigung nötig sein. Wichtig ist jedoch eine umfassende orthoptische und ophthalmologische Untersuchung. Der Begriff Winkelfehlsichtigkeit ist ein Kunstbegriff, der durch Optiker geprägt wurde. Die Winkelfehlsichtigkeit wird dabei nur mittels einer bestimmten Messmethode, der MKH (Mess- und Korrektionsmethode nach Haase), bestimmt. Teilweise wird propagiert, dass Legasthenie mittels Prismenbrille nach MKH-Messung heilbar sei - dies konnte aber durch Studien nicht belegt werden! Weitere mögliche Hilfsmittel bei Legasthenie/Lese-Rechtschreib-Störung:
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