Neonatologie
| Die Neonatologie ist in das Eltern-Kind-Zentrum des Klinikum Wels-Grieskirchen am Standort Wels eingegliedert. Zusammen mit der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe I betreut die Neonatologie alle im Eltern-Kind-Zentrum auf die Welt gekommenen Kinder, d.h. ein Kinderarzt ist rund um die Uhr für die Neugeborenen verfügbar. Frühgeborenenstation: Die Frühgeborenenstation im 3. Stock des Eltern-Kind-Zentrums beherbergt unter einem Dach die neonatologische Intensivstation sowie die Nachsorgestation ("Intermediate care"). Die Intensivstation umfasst 6 Intensivbetten mit 4 Beatmungsplätzen für Frühgeborene, für die Nachsorge stehen 8 Betten zur Verfügung. Auf der Intensivstation werden sehr kleine Frühgeborene und alle anderen Neugeborenen mit schweren Erkrankungen behandelt. Die Station steht auf dem neuesten Stand der Technik und ermöglicht die Betreuung und Überwachung nach modernsten Gesichtspunkten. Die neonatologische Intensivstation ist über einen Aufzug vom Kreißsaal bzw. dem geburtshilflichen Operationssaal direkt zu erreichen. Besonders unsere sehr kleinen Frühgeborenen profitieren durch diese räumliche Nähe, da keine Verzögerung der Betreuung durch einen Transport außerhalb der Entbildungsklinik mit einem Krankenwagen erfolgt. Der andere Teil des Bereiches Neonatologie ist die Nachsorge ("Intermediate care"). Hier werden Neugeborene, die nach der Geburt kleinere Probleme entwickelt haben, z. B. Infektionen, Anpassungsstörungen der Atmung, Neugeborenengelbsucht oder Kinder mit geringerem Geburtsgewicht betreut. Zusammen mit der geburtshilflichen Station erfolgt die Betreuung der Kinder: Nach Besserung des Allgemeinzustandes können die Kinder ihre Mutter in das Rooming-in-Zimmer begleiten, die Betreuung erfolgt jedoch weiterhin durch die Neonatologie, d.h. Mutter und Kind sind nicht unnötig voneinander getrennt. Durch Schwestern der Station werden die Mütter bestmöglich beim Stillen unterstützt. Kreißsaal und Kinderzimmer: Die Ärzte der Neonatologie sind auch für die Betreuung der Neugeborenen auf der geburtshilflichen Station und im Kreißsaal verantwortlich. Bei Entbindungen mit Saugglocke, Zange oder auch Kaiserschnitt ist immer ein Kinderarzt anwesend, um das Neugeborene zu betreuen. Auch bei allen anderen möglichen Problemen des Neugeborenen ist jederzeit ein Kinderarzt im Kreißsaal anwesend. Gleiches gilt auch für die Betreuung der Babys im Kinderzimmer bzw. auf der geburtshilflichen Station. Die Ultraschalluntersuchung der Hüften wird durch Ärzte der Orthopädie durchgeführt. Bei allen Neugeborenen erfolgt auch eine Überprüfung des Hörvermögens durch otoakustische Emissionen. Neugeborenen-Notarzt-Abholdienst: Von der neonatologischen Intensivstation aus wird ein Neugeborenen-Notarzt-Abholdienst für die umliegenden Geburtskliniken angeboten. Der Abholdienst wird durch einen ausgebildeten Neonatologen und eine Intensivschwester durchgeführt, ihnen steht ein spezieller Transport-Inkubator zur Verfügung. Damit können plötzlich erkrankte Neugeborene, die einer Intensivtherapie bedürfen, bereits auf dem Transport zur Intensivstation durch ein erfahrenes Team betreut und behandelt werden. Apparative Ausstattung: An apparativen Möglichkeiten sind die Intensivstation und Intermediate care mit dem neuesten Stand der Technik ausgestattet. Diese umfasst speziell auf die Bedürfnisse der Neugeborenen abgestimmte Monitore, bei Erkrankungen des Gehirns auch mit kontinuierlicher Überwachung der Hirnströme. Mit einem Ultraschallgerät können alle Untersuchungen direkt am Inkubator durchgeführt werden. Ebenso steht auf der Station ein mobiles Röntgengerät zur Verfügung. Für die künstliche Beatmung stehen moderne Beatmungsgeräte, unter anderem mit der speziellen Beatmungsform der Hochfrequenzoszillationsbeatmung, zur Verfügung. Um eine künstliche Beatmung zu vermeiden, werden Atemhilfen, so genannte "Infantflow" verwendet. In Zusammenarbeit mit den Laboratorien des Hauses stehen spezielle blutsparende Labormethoden zur Verfügung. Auch sonst können alle Untersuchungsmethoden eines großen Krankenhauses mit Schwerpunktcharakter genutzt werden (Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigraphie, etc.). |
