Knie

Beschwerdefrei mit Keramik-Knie

Am Klinikum Wels-Grieskirchen wurden erstmals in Österreich vollkeramische Knie-Endoprothesen implantiert. Für Patienten mit Metallallergie stellen sie eine sichere Alternative dar. Als einziger Experte aus Österreich war Gelenkespezialist Klemens Trieb an der europäischen Entwicklung maßgeblich beteiligt. Mittlerweile wird das „Keramikknie“ in einigen Spitälern erfolgreich eingesetzt.

 

Steigende Lebenserwartung und damit einhergehende zunehmende Gelenksabnützung sorgen für einen wachsenden Bedarf an künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Im Klinikum Wels-Grieskirchen werden pro Jahr knapp 1.000 endoprothetische Operationen durchgeführt, rund 300 davon betreffen künstliche Kniegelenke.

Meilenstein im Gelenkersatz

Gängige Knie-Implantate bestehen aus diversen Metalllegierungen. Bei einem Teil der Patienten können diese Standardmodelle zu allergischen Reaktionen führen. Für sie gibt es nun eine Alternative: ein bis dato weltweit einzigartiges Implantatsystem, das vollständig aus Keramik besteht. Das zertifizierte Modell wurde am Klinikum Wels-Grieskirchen erstmals eingesetzt und im Rahmen einer breit angelegten klinischen Studie mit dem Standardmodell verglichen.

Vollkeramische Knieprothese

Sichere Lösung bei Metallallergie

Klemens Trieb, Leiter der Orthopädie und Ärztlicher Leiter am Klinikum Wels-Grieskirchen, und sein Team prüften bei 40 Patienten die vollkeramische Knie-Endoprothese. Der Vergleich zu einer 40-köpfigen Gruppe, welche mit dem herkömmlichen Standardmodell versorgt wurde, zeigt: „Das Keramikmodell weist ein exzellentes biologisches Verhalten auf, allergische Reaktionen sind nicht zu erwarten. Darüber hinaus ist das Material extrem kratzfest und lässt im Vergleich zur Endoprothese aus Metall einen deutlich reduzierten Abrieb erwarten“, erklärt Klemens Trieb. „Für Patienten bedeutet das schmerzfreie Beweglichkeit und optimale Verträglichkeit im Körper.“ Das Keramikknie verfügt heute über die höchstmögliche Bruchfestigkeit und entspricht hinsichtlich Geometrie und Design dem Metall-Modell. „Somit ist das Operationsvorgehen identisch, und der Eingriff kann von allen erfahrenen orthopädischen Chirurgen, die mit diesem Kniemodell vertraut sind, sicher und präzise vorgenommen werden“, betont Gelenkespezialist Trieb.

Endoprothetisches Zentrum im Klinikum Wels-Grieskirchen

Die Abteilung für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Wels-Grieskirchen bietet unter Leitung von Klemens Trieb das komplette Spektrum der Orthopädie an. Ein Schwerpunkt des Kompetenzzentrums ist der künstliche Gelenkersatz für Hüfte und Knie. Weitere Spezialgebiete sind Wechseloperationen von Kunstgelenken, Kinderorthopädie sowie sämtliche orthopädische Therapien für Wirbelsäule, Schulter, Hand und Fuß. Neben seiner Funktion als Primarius der Orthopädie ist Klemens Trieb Ärztlicher Leiter des Klinikum Wels-Grieskirchen, Vizepräsident bzw. Incoming-Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Orthopädie, Träger zahlreicher wissenschaftlicher Preise und Vorstandsmitglied der European Orthopedic Research Society (EORS).