Kinderheilkunde
Abteilungsleitung:
Primarius
Priv. Doz. Dr.
Walter
Bonfig
Standortleitung Grieskirchen:
Primarius
Dr.
Adrian
Kamper
Sekretariat Tel:
+43 7242 415 2377+43 7248 601 4100
kinder@klinikum-wegr.at

Abteilung für
Kinder- und Jugendheilkunde

Schwerpunkt:
Neonatologie

Neonatologie

Für Früh- und Neugeborene

Die Neonatologie ist in das Eltern-Kind-Zentrum des Klinikum Wels-Grieskirchen, Standort Wels, eingegliedert und ist primär zuständig für die Versorgung von Früh- und Neugeborenen des Standortes Wels sowie für die Neugeborenen mit akuten Problemen des Standortes Grieskirchen.

Gemeinsam mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe werden alle im Klinikum Wels-Grieskirchen auf die Welt gekommenen Kinder versorgt, ein neonatologisch versierter und ausgebildeter Kinderarzt ist rund um die Uhr für alle Neugeborenen verfügbar.

Frühgeborenen­station

Die Frühgeborenenstation im dritten Stock des Eltern-Kind-Zentrums beherbergt in einem Bereich die neonatologische Intensivstation sowie die Nachsorgestation („Intermediate Care“).

Die Intensivstation für die Kleinsten

Die Intensivstation umfasst sechs Intensivbetten mit sechs Beatmungsplätzen für Früh- und reife Neugeborene, für die Nachsorge stehen acht Betten zur Verfügung. Hier werden sehr kleine Frühgeborene bis an die Grenze der Lebensfähigkeit sowie Neugeborene mit akuten schweren Erkrankungen behandelt. Die Station ist technisch auf dem neuesten Stand und ermöglicht die Betreuung und Überwachung aller Neugeborenen nach modernsten Gesichtspunkten. Ein Team aus ausgebildeten Neonatologen und spezialisiertem Pflegepersonal für Neonatologie stellt eine adäquate Versorgung rund um die Uhr sicher. Die neonatologische Intensivstation ist über einen Aufzug vom Kreißsaal bzw. dem geburtshilflichen Operationssaal direkt und schnell zu erreichen. Damit entfallen die für Frühgeborene sehr nachteiligen weiten Transportwege.

NIMCU – Nachsorge für Früh- und Neugeborene

Im Bereich der Nachsorge („Intermediate Care“) werden Neugeborene mit kleineren Problemen (z.B. Infektionen, respiratorische Anpassungsstörungen, Neugeborenengelbsucht oder Kinder mit geringem Geburtsgewicht) betreut. Auch sehr kleine Frühgeborene, die aus der Intensivphase herausgewachsen sind, werden in diesem Bereich versorgt. Etabliert ist eine enge Zusammenarbeit mit der geburtshilflichen Station, sodass nach Besserung des Allgemeinzustandes viele Kinder ihre Mutter in das Rooming-In-Zimmer begleiten können, die medizinische Betreuung erfolgt jedoch weiterhin durch die Ärzte der Neonatologie. Dadurch werden Mutter und Kind nicht unnötig von einander getrennt.

 

Im Gesamtbereich der Neonatologie wird nach dem Konzept der entwicklungsfördernden Pflege gearbeitet, d.h. es erfolgt ein intensives Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse jedes Früh- bzw. Neugeborenen, invasive Vorgänge werden auf ein Mindestmaß reduziert und alle notwendigen Maßnahmen bestmöglich koordiniert.

Weiterhin wird sehr darauf geachtet, die Eltern frühestmöglich als gleichwertige Partner bei der Versorgung ihrer Kinder einzubinden, selbstverständlich ist auch bei kleinsten Kindern die sogenannte Kängurupflege möglich.

Kreißsaal und Kinderzimmer

Eine Fachärztin der Abteilung sowie die Ärzte der Neonatologie sind auch für die Betreuung der Neugeborenen auf der geburtshilflichen Station und im Kreißsaal verantwortlich. Bei Entbindungen mit Saugglocke, Zange oder auch Kaiserschnitt ist regelmäßig ein Kinderarzt anwesend, um das Neugeborene zu betreuen. Auch bei allen anderen möglichen Problemen des Neugeborenen ist jederzeit ein Kinderarzt im Kreißsaal anwesend. Gleiches gilt auch für die Betreuung Neugeborenen im Kinderzimmer bzw. auf der geburtshilflichen Station.

Die Ultraschalluntersuchung der Hüften wird durch Ärzte der Orthopädie durchgeführt. Sowohl eine Überprüfung des Hörvermögens durch sogenannte otoakustische Emissionen sowie eine pulsoximetrischer Test (Sauerstoffsättigung) zur Früherkennung angeborener Herzfehler ist Standard.

24/7 Neugeborenen-Notarzt­abholdienst

Von der neonatologischen Intensivstation aus wird ein Neugeborenen-Notarztabholdienst für die umliegenden Geburtskliniken angeboten. Dieser ist 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche abrufbar.

Dieser Dienst wird durch einen ausgebildeten Neonatologen und einer Intensiv-Kinderkrankenschwester durchgeführt, ein hochmoderner Transportinkubator sowie das nötige Equipment stehen zur Verfügung. Damit können plötzlich erkrankte Neugeborene, die einer Intensivtherapie bedürfen, schnellstmöglich aus umliegenden Kliniken versorgt und verlegt werden.

Technik am neuesten Stand

Apparativ sind sowohl der Intensivbereich als auch die Intermediate Care auf dem neuesten Stand der Technik. Dies umfasst speziell auf die Bedürfnisse von Neugeborenen abstimmte Monitore, die bei Erkrankungen des Gehirns auch die Registrierung der Hirnströme (EEG) direkt auf der Station ermöglichen.

Auch die Beatmungstechnik ist hochmodern und reicht bis zur volumenkontrollierten Hochfrequenzoszillation. Auch inhalatives Stickoxid für Kinder mit einem Lungenhochdruck steht zur Verfügung. Trotzdem ist es primäres Ziel, invasive Beatmung weitmöglich zu vermeiden, weshalb diverse Atemhilfen, wie z.B. Infantflow und High-Flow-Nasenbrille, zur Verfügung stehen. Selbstverständlich werden alle notwendigen Ultraschalluntersuchungen mit einem hochmodernen Gerät von den diensthabenden Kollegen selbstständig durchgeführt, etwa Ultraschall des Gehirns, des Bauchs oder des Herzens.

Alle Untersuchungsmethoden eines großen Schwerpunktkrankenhauses werden genutzt (blutsparende Labormethoden, Computertomographie, Kernspinntomographie, Szintigraphie, etc.).

Qualitäts­kontrolle

Die Behandlungsergebnisse der versorgten sehr kleinen Frühgeborenen von weniger als 32 Schwangerschaftswochen bzw. der Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht < 1500g werden seit Jahren durch die Teilnahme am sogenannten Vermont Oxford Network überprüft und dokumentiert. Es handelt sich hier um ein Netzwerk von etwa 1.000 neonatologischen Abteilungen, die sich rund um den Globus zu einem Qualitätsnetzwerk zusammengeschlossen haben. Weiter ist die Neonatologie des Klinikum Wels-Grieskirchen Teilnehmer beim österreichischen Frühgeborenenregister. Es werden wöchentlich strengste Hygienekontrollen durchgeführt.

Ärzteteam

Foto Martin Wald
Dr.
Martin Wald

Foto Susanne Niedersüss-Markgraf
Dr.
Susanne Niedersüss-Markgraf

Foto Beatrix Wintersteiger
Dr.
Beatrix Wintersteiger

Foto Stefanie Gugl
Dr.
Stefanie Gugl

Foto Andrea-Silvia Quitterer
Dr.
Andrea-Silvia Quitterer

 

 

Neugeborenenuntersuchungen

Willkommen im Leben

Die Betreuung der gesunden Neugeborenen der geburtshilflichen Abteilung ist eine wichtige Aufgabe der Kinderärzte.

Untersuchung der Neugeborenen

Neben den üblichen Neugeborenenuntersuchungen wird routinemäßig eine Sauerstoffsättigungsmessung am dritten Lebenstag zum Ausschluss schwerwiegender Herzfehler durchgeführt. Als besonderen Service werden bei allen Neugeborenen mittels Ultraschall die Nieren und die ableitenden Harnwege untersucht, damit können Harntransportstörungen und Fehlbildungen frühzeitig erkannt werden. Kontrollbedürftige Befunde werden dann ambulant oder tagesklinisch in Zusammenarbeit mit Urologie und Nuklearmedizin des Hauses weiter verfolgt.

Stillen als Basis

Für den Start ins Leben ist die Bindung zwischen Mutter und Kind besonders wichtig. Unter diesem Blickwinkel ist eine gelungene Stillbeziehung von größter Bedeutung. Zum Gelingen derselben ist die hohe Expertise unserer betreuenden Kinderärzte mit entscheidend.

Ärzteteam

Foto Gertraud Eitelberger
Dr.
Gertraud Eitelberger

 

 

und das Team der Neonatologie

Frühgeborenennachsorge

Frühgeborenen- nachsorge

Frühgeborene, die vor vollendeter 32. Schwangerschaftswochen zur Welt kamen oder deren Geburtsgewicht < 1500 g war, werden nach der Entlassung in unser Frühgeborenennachsorgeprogramm aufgenommen.

Für eine optimale Entwicklung

Beginnend mit korrigiert drei Monaten − das heißt im Alter von drei Monaten ab dem errechneten Geburtstermin – werden regelmäßige entwicklungsneurologische Kontrollen angeboten. Wir überprüfen die neuromotorische Entwicklung Ihres Frühchens, geben Ihnen Rückmeldung über unsere Beobachtungen und Einschätzungen und empfehlen bei Bedarf eine gezielte Therapie. So begleiten wir Sie und Ihr Kind bis zum Alter von korrigiert 24 Monaten.

Wir nehmen uns Zeit

Sämtliche Untersuchungstermine werden durch unser Sekretariat telefonisch vergeben. Wir nehmen uns viel Zeit für Sie und Ihr(e) Kind(er). Bitte rechnen Sie mit ca. 1,5 Stunden pro Termin! Bitte bringen Sie stets den Mutter-Kind-Pass zur Untersuchung mit. Die in der Nachsorge erhobenen Daten werden mit nationalen und internationalen Datenregistern verglichen. Dies dient der Qualitätssicherung und kommt wiederum Ihrem Kind zugute.

Ärzteteam

Foto Elisabeth Steiner
Dr.
Elisabeth Steiner

Foto Eva Karrer
Dr.
Eva Karrer