Feldweg
Abteilungsleitung:
Departmentleiter
Dr.
Walter
Neubauer
Sekretariat Tel:
+43 7248 601 2100

Department für
Psychosomatik für Erwachsene

Schwerpunkt:
Verschiedene Therapieformen

Verschiedene Therapieformen

Musik- und Körpertherapie

Körperbezogene Musiktherapie

​Musiktherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Heilmethode zur Behandlung von körperlichen und seelischen Erkrankungen und Leidenszuständen. Im Mittelpunkt der Körperbezogenen Musiktherapie steht der Mensch als eine Einheit von Körper, Seele und Geist mit all den Prägungen durch seine Lebensgeschichte aber auch seine jetzige Verfassung beeinflusst durch seine Lebensbedingungen und seine Zukunftsperspektive. 

Der Musiktherapieprozess bietet einen geschützten Erlebnis-und Experimentrahmen, in dem Gefühle, Bedürfnisse und Kontaktmuster bewusst erkannt und bearbeitet werden können.

Der kreative Prozess spricht die Ressourcen an, die in jedem von uns stecken. Verschiedene musikalische Spiele wecken unter Einsatz von leicht spielbaren Instrumenten, aktiven Musikhören, Bewegung und Körperwahrnehmung Lebensfreude und es entsteht dabei ein neuer guter Kontakt unter den Teilnehmern und eine neue Sicht auf Probleme. Dadurch werden verschiedene Blockaden beseitigt ein Mensch kann wieder selbst Lösungen für seine Probleme entdecken.  

Musikalische Kenntnisse sind nicht erforderlich!

Somatic Experiencing nach Peter Levine

Somatic Experiencing ist eine körperorientierte Therapiemethode zur Verarbeitung traumatischer seelischer Erlebnisse. Unfälle, schwere Erkrankungen, Folgen von Naturkatastrophen, Gewalt oder Verlust naher Menschen hinterlassen oft tiefe Spuren in der menschlichen Seele. Daraus können sich psychische oder /und körperliche Störungen entwickeln – Unruhezustände bis zur  Panikreaktion, Ängste, Schlafstörungen oder chronische Schmerzen, die oft erst Monate oder Jahre später beginnen.

Somatic Experiencing ermöglicht einem Patienten wieder seine aufgewühlte Gefühlswelt selbst auszugleichen. Durch extreme psychische Verletzungen werden oft auch extreme psychische und nachfolgend auch körperliche Reaktionen  eingebrannt. Diese Verbindungen zwischen Psyche und Körper  können durch diese Methode  erfolgreich gelöst werden und es stellt sich eine neue Stabilität im Bereich des Körpers, der Seele und im zwischenmenschlichen Bereich wieder ein.

Mal- und Gestaltungstherapie

Mal- und Gestaltungstherapie ist die Erweiterung der Beziehung zwischen Patient und Therapeut durch ein Bild bzw. eine Skulptur des Patienten. Es besteht die Möglichkeit, im geschützten Rahmen, Gefühle und innere Muster mit kreativen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Dieser Zugang zum inneren Erleben lässt schrittweise bewusste Weiterentwicklung zu. Die Wirkung des therapeutischen Gestaltens geht über das kreative Tun hinaus. In der anschließenden gemeinsamen Betrachtung und dem Gespräch darüber findet ein Symbolisierungs- und Integrationsvorgang statt. Mit den Methoden der Mal- und Gestaltungstherapie ist auch ein Probehandeln möglich (Was wäre, wenn…). 

Die Mal- und Gestaltungstherapie ist eine prozess- und ressourcenorientierte Methode mit Einflüssen aus der Systemischen Therapie und zählt zur Kunsttherapie. Die Methode beruht auf den Grundlagen der Psychologie von C.G. Jung und wurde mehrfach weiterentwickelt. Aktuelle Vertreter sind z.B. Ingrid Riedel, Verena Kast, Gisela Schmeer, Udo Baer.
Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig!

Haushalts- und Genusstraining

Therapie bei Patienten mit Essstörung und Adipositas

  • ​Teilnehmer an diesem Genusstraining erfahren zunächst wie ihr Körper zusammengesetzt ist aufgrund wiederholter elektromagnetischer Messungen (BIA-Body-Impedanz-Analyse)

BIA-Body-Impedanz-Analyse

  • Zuerst wird das eigene Essverhalten festgestellt und gegebenenfalls auf wissenschaftlicher Grundlage angepasst – Erlernen eines neuen bewussteren Essverhaltens mit konkreten Empfehlungen.
BIA-Messung

 

Ernährungspyramide

Ernährungspyramide
  • Einmal wöchentlich erforschen die Teilnehmer durch den bewussten Einsatz aller Sinne die besonderen Eigenschaften der Lebensmittel. Wir beachten das Verhalten beim Essen und die Einstellung dazu. Es wird wieder erlernt „was uns beim Essen gut tut“ und die Aufmerksamkeit geht zu den positiven Wahrnehmungen dabei (Genusstraining nach Jutta Kamensky).
  • Das Neu-Erlernte wird  in wöchentlichen „Koch-Genuss-Workshops“ praktisch umgesetzt.
  • Falls notwendig wird der tägliche Speiseplan den individuellen Bedürfnissen angepasst (Ernährungstherapie bei anderen Erkrankungen, Unverträglichkeiten und Allergien,…).
  • Nach Beendigung des Aufenthaltes kann das Neu-Erlernte in einem ambulanten Nachsorgegruppenprogramm vertieft werden (1x monatlich). Dabei arbeiten Diätologie und Psychotherapie zusammen.

Ergo- und Kreativtherapie

Die Ergotherapie baut auf dem Grundsatz auf, dass Tätigsein ein menschliches Grundbedürfnis ist und heilende Wirkung hat. In den Gruppen geht es darum, körperliche, emotionale, soziale und kognitive Fähigkeiten zu fördern. Vorkenntnisse sind keine nötig.

In der Kreativgruppe wird die schöpferisch-kreative Tätigkeit in den Mittelpunkt gestellt. Dadurch können eigene Fähigkeiten gestärkt und wieder neu entdeckt werden. Die Körperwahrnehmungsgruppe zielt darauf ab, mit verschiedenen Wahrnehmungsübungen, den Zugang zum eigenen Körper positiv zu verändern. Das Haushaltstraining verbessert die Belastbarkeit in alltagspraktischen Situationen und fördert die Achtsamkeit mit allen Sinnen sowie die Interaktion in der Gruppe. Weiters besteht die Möglichkeit einer Einzeltherapie, in der individuell an den Zielen der Patienten gearbeitet wird.

Biofeedback

Durch Biofeedback können  Menschen wieder Kontrolle über auffällige Körperreaktionen und im Endeffekt über sich selbst bekommen. Es werden dabei jene Körperfunktionen angesprochen, die für die Genesung wichtig sind, negative Nebenwirkungen bleiben in der Regel aus. Körperreaktionen, die begleitend bei bestimmten seelischen Zuständen auftreten, werden durch das Gerät in ein optisches oder akustisches Signal übersetzt, welches die Patienten verstehen und auf einem Bildschirm verfolgen können. Bei ungünstigen Reaktionen lernen die Patienten ihre Körperfunktionen aktiv zu beeinflussen (Muskelspannung, Herzaktion, Schweißdrüsenaktivität, Körpertemperatur, Atemfunktion) und dadurch seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen.

Durch zahlreiche kontrollierte Therapiestudien ist der positive Effekt von Biofeedback belegt, bei manchen Krankheitsbildern zählt Biofeedback zu den wirksamsten nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Kopf- und Rückenschmerzen, Tinnitus, allgemeine Erschöpfung, Burn out). 

Durch Biofeedback erfahren Patienten, wie das vegetative Nervensystem den Körper steuert. Im Rahmen eines psychosomatischen Gesprächs werden typische Reaktionsmuster besprochen und im Positiven verstärkt. Die Biofeedbackbehandlung an unserer Abteilung ist eingebettet in unser gesamtes multimodales Therapiekonzept. Über eine Anwendung entscheidet das ärztliche Behandlungsteam.

Achtsamkeit

Mittels Achtsamkeitsübungen lernen wir jeden Augenblick des Lebens mit höchster Wachheit, Klarheit und Akzeptanz wahrzunehmen. Dabei können sich Körper, Geist und Seele wieder regenerieren und das innere Gleichgewicht kann wieder gestärkt werden.

Skills Training

Skills sind Fertigkeiten, die man sich aneignen kann, um mit inneren Spannungszuständen, negativen Gedanken, Gefühlen und Situationen umgehen zu können. Damit sie wirksam eingesetzt werden können, bedarf es einer regelmäßigen Übung.

Integratives Sandspiel

Das integrative Sandspiel ist ein tiefenpsychologisches Therapieverfahren, das diagnostisch und therapeutisch in der Arbeit mit Menschen aller Altersgruppen eingesetzt werden kann. Es wurde von Dora M. Kalff auf der Grundlage der analytischen Psychologie von C. G. Jung und dem „Weltspiel“ von Margaret Lowenfeld entwickelt. In seiner Anwendung ist es international verbreitet und in der „International Society for Sandplay Therapy“ (ISST) organisiert.

Beim integrativen Sandspiel arbeiten die Patienten mit einem Indoor-Sandkasten in Tischhöhe, der in seiner Größe dem Blickfeld des Menschen entspricht. Mithilfe von Sand, einer Vielzahl von Figuren und verschiedenen Materialen werden in spontanem Vorgehen dreidimensionale Szenen gestaltet, welche als Ausdruck bewusster und unbewusster seelischer Bilder, Gefühle und Konflikte verstanden werden.

Sandspiel

 

Das Gestalten und Erleben dieser Bilder im Sand durch das konkrete In-die-Hand-nehmen und Bearbeiten des Sandes und der Materialen bewirkt eine direkte Kontaktaufnahme mit den inneren Welten und seelischen Landschaften der Patienten. Psychische Inhalte finden im Gestaltungsprozess einen sichtbaren und be-greifbaren Ausdruck. In der gemeinsamen Betrachtung der entstandenen Sandbilder mit dem Therapeuten verstärkt sich die Identifikation der Patienten mit den entstandenen Szenen und ein Bezug zwischen Innen- und Außenwelt kann unmittelbar hergestellt werden. Dies bewirkt ein besseres Verständnis inneren Geschehens und entlastet die Patienten auch auf der körperlichen und sozialen Ebene. Das integrative Sandspiel unterstützt die Lösung von inneren Spannungen und setzt Energien für ganzheitliche Entwicklungs- und Heilungswege frei.

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