Abteilungsleitung
Prim. Dr. Katrin Kurz
Abteilungsleitung
Prim. Dr. Katrin Kurz
Das Fach Pathologie beschäftigt sich mit der Diagnosestellung anhand von Gewebeproben und Operationspräparaten. Sie spielt eine zentrale Rolle in der Diagnosefindung und Therapieplanung und ist wichtiger Partner für die behandelnden Ärzt*innen.
Die Untersuchungen erfolgen
• makroskopisch (mit freiem Auge)
• mikroskopisch nach spezieller Aufbereitung (Histologie, Zytologie)
• molekularbiologisch auf Gen- und Proteinebene in den Tumorzellen
Verfolgen Sie hier den Weg der Probe.
Das Institut verfügt aufgrund der Vielzahl an Zuweisern unterschiedlicher Fächer über eine breite diagnostische Expertise, sowohl bei der Tumordiagnostik also auch weiteren Fragestellungen wie z.B. Entzündungen, beispielsweise in der Gastroenterologie, Pulmologie, Dermatologie, Urologie, HNO, Viszeralchirurgie und Gynäkologie.
Des Weiteren verfügt die Leiterin des Institutes über eine besondere Expertise auf dem Gebiet der Lymphomdiagnostik bzw. Hämatopathologie.
Mit Hilfe der Immunhistologie können spezielle Eigenschaften von Tumorzellen für den Pathologen ‚sichtbar‘ gemacht werden. Hierfür hält das Institut zahlreiche verschiedene, sog. immunhistochemische Antikörper bereit, die an spezielle Antigene und Proteine binden können. Dies ist nicht nur wichtig in der Diagnosefindung sondern je nach Antikörper auch prädiktiv bezüglich des Ansprechens spezieller Therapien (z.B. der sog. Her2neu Status bei Brustkrebs) und auch bei der Diagnostik bestimmter Erreger (z.B. Helicobakter pylori bei Magenschleimhautentzündung).
Diese spezielle Untersuchung ermöglicht eine mikroskopische Aussage durch den Pathologen in einer Zeit von nur 15-20 Minuten. Sie wird üblicherweise während laufender Operationen angewandt. Der Pathologe kann so der Chirurgin oder dem Chirurg z.B. mitteilen, ob eine Geschwulst gut- oder bösartig ist, ob ein bösartiger Tumor im Gesunden entfernt wurde, oder ob er schon gestreut hat.
In der Zytologie werden Diagnosen an einzeln oder in Grüppchen vorliegenden Zellen gestellt, die z.B. durch Punktion (z.B. der Schilddrüse) oder durch Abstriche gewonnen werden, oder in Flüssigkeiten vorliegen (z.B., Sputum, Harn,etc.). Dazu zählen auch Gynäkologische Zytologien/Abstriche die zur Krebsvorsorge untersucht werden.
Die Molekularpathologie ist ein zentraler Bestandteil der modernen Tumordiagnostik. Durch die Analyse genetischer Veränderungen in Tumoren ermöglicht sie eine individuell abgestimmte Therapieplanung (zielgerichtete Krebstherapie) und fundierte prognostische Einschätzungen.
Next-Generation Sequencing (NGS) und Polymerase-Kettenreaktion (PCR)
Je nach Tumorart und Fragestellung kommen gezielte oder umfassende NGS- bzw. PCR-basierte Untersuchungen zum Einsatz. Dabei werden unter anderem bestimmt
Genexpressionsanalysen
Die Ergebnisse unterstützen die personalisierte Therapieentscheidung, insbesondere bei der Frage nach zusätzlichen systemischen Behandlungen.
Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH)
Mit FISH können Genamplifikationen, Chromosomenveränderungen und Fusionsereignisse direkt im Tumorgewebe nachgewiesen werden. Die Methode wird bei bestimmten Tumorarten zur Diagnosestellung eingesetzt oder ist relevant bei der Therapieplanung bzw. des potentiellen Ansprechens bestimmter Therapien.
Erregernachweise
In Kooperation mit dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie bieten wir molekulare Nachweise relevanter infektiologischer Erreger (z. B. HPV, Mykobakterien) aus Gewebe an. Diese Untersuchungen unterstützen auch die Diagnostik bestimmter tumorauslösender Infektionen (z.B. HPV bei Gebärmutterhalskrebs).
In der Tätigkeit der Pathologen nehmen Obduktionen heutzutage nur noch einen vergleichsweise kleinen Anteil ein.
Pathologen sind wichtige Partner bei der Behandlung von Krebspatienten und nehmen daher regelmäßig an Besprechungen gemeinsam mit allen an Diagnostik und Therapie beteiligten Fachabteilungen teil, in denen das weitere therapeutische Vorgehen der Patienten besprochen wird.
Sollten Sie Wünsche, Beschwerden, Verbesserungsvorschläge oder Lob für uns haben, scheuen Sie sich nicht, diese an uns persönlich zu richten.
Pathologie-Feedback@klinikum-wegr.at
Standort des Instituts
Bettentrakt 7, EG und KG
Mo bis Fr von 06:00 bis 14:00 Uhr in der Probenannahme KG
Mo bis Fr von 14:00 bis 17:00 Uhr im Histologielabor EG
Mo – Fr von 08:00 – 16:30 Uhr, nur unter telefonischer Voranmeldung (Probeabgabe siehe oben)
Muss bis spätestens 13:30 Uhr in der Probenannahme KG eingelangt sein, um bis am nächsten Tag verarbeitet zu werden.
Eiliges Material ist eindeutig zu kennzeichnen.
Befundübermittlung
Die Befundübermittlung erfolgt mittels Edifact oder über den Postweg.
An Patienten, nicht in den Behandlungsprozess involvierte Ärzte und Angehörige können aus datenschutzrechtlichen Gründen (ärztliche Schweigepflicht) keine telefonischen/persönlichen Auskünfte gegeben werden.
Auskunft in der Befundanforderungsstelle unter +43 7242 415 - 2113
Probenannahme Histologie: +43 7242 415 - 92468
Histologielabor: +43 7242 415 - 92448
Zytologie-Labor: +43 7242 415 - 2450
Molekularpathologie: +43 7242 415-92457
Institutsleitung: +43 7242 415 - 94074
Laborleitung Histologie/Zytologie: +43 7242 415 - 93891
Laborleitung Molekularpathologie: +43 7242 415-93350