Nuklearmedizin
Abteilungsleitung:
Primarius Dr. Wolfgang Lintner
Sekretariat Tel:
+43 7242 415 2435
nuklearmedizin@klinikum-wegr.at

Institut für
Nuklearmedizin

Am Institut für Nuklearmedizin werden Schilddrüsenuntersuchungen, Knochendichtemessungen und Szintigraphien durchgeführt.

Das Grundprinzip der Szintigraphie

Es wird die Verteilung einer radioaktiven Substanz im Körper bzw. der Weg einer radioaktiven Substanz durch den Körper verfolgt. Dadurch können Organfunktionen gemessen und beurteilt werden. Die Strahlenbelastung ist dabei sehr gering. Auch Kinder und Schwangere können untersucht werden.

Therapie mit radioaktiven Substanzen

Weiter beschäftigen wir uns mit endokrinologischen Untersuchungen, Hormonbestimmungen und der Therapie mit radioaktiven Substanzen.

Damit wir für die Untersuchung unsere Patienten ausreichend Zeit einplanen können ersuchen wir um telefonische Terminvereinbarung.

Häufig gestellte Fragen

Welche nuklearmedizinischen Therapien werden angeboten?

Angeboten werden:

  • J131-Therapie zur Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion sowie zur Nachbehandlung von Schilddrüsenkrebs.
  • Radiosynoviorthese (RSO) zur Behandlung von entzündlichen Gelenkserkrankungen.
  • Xofigo-Therapie zur Behandlung von Skelettmetastasen

Was ist eine Szintigrafie?

Es handelt sich um Untersuchungsmethoden unter Anwendung einer sehr geringen Menge einer radioaktiven Substanz (Isotop), welche meist in eine Vene injiziert wird und sich in den Organen, die untersucht werden sollen, anreichert. Die ausgesendete radioaktive Strahlung kann durch geeignete Meßsysteme (Gamma Kamera) zu Bildern (Szintigrammen) verarbeitet werden.
Die technische Ausrüstung des Institutes besteht aus 3 digitalisierten Großfeld-Gammakameras und einer Schilddrüsenkleinfeldkamera.

Wie läuft eine nuklearmedizinische Untersuchung ab?

Nach Injektion der radioaktiven Substanz ist je nach Art der Untersuchung eine Einwirkungszeit von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden bis zum Beginn der Aufnahmen nötig, wodurch sich unterschiedlich lange Wartezeiten ergeben. Der entsprechende Aufnahmezeitpunkt wird Ihnen bei der Injektion mitgeteilt.

Ist eine nuklearmedizinische Untersuchung schmerzhaft oder gefährlich?

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Für die Aufnahmen ist es erforderlich, dass Sie möglichst ruhig, ohne sich zu bewegen, liegen. Manche Aufnahmen erfolgen auch im Sitzen.

Gibt es eine Strahlenbelastung durch nuklearmedizinische Untersuchungen?

Die Strahlenbelastung ist sehr gering und liegt meist unterhalb der einer vergleichbaren Röntgenuntersuchung. Die injizierte radioaktive Substanz zerfällt innerhalb weniger Stunden vollständig. Sie führt zu keiner gesundheitlichen Schädigung und erfordert auf Grund der minimalen Strahlung auch keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen gegenüber Ihrer Umgebung. Die Anzahl und Dauer der Scintigramm-Aufnahmen hat keine Auswirkung auf die Strahlenbelastung, da sich die radioaktive Substanz bis zu ihrem Abbau in Ihrem Körper befindet und somit beliebig viele Aufnahmen ohne Erhöhung der Strahlenbelastung möglich sind.

Welche Nebenwirkungen treten durch nuklearmedizinische Untersuchungen auf?

Nebenwirkungen durch die radioaktive Substanz stellen eine extreme Ausnahme dar. In den wenigen Fällen, wo Komplikationen möglich sind, werden Sie gesondert darauf hingewiesen.

Können auch Kinder untersucht werden?

Für Kinder können nuklearmedizinische Untersuchungen besonders geeignet sein, da sie keine Schmerzen verursachen und die Strahlenbelastung oft unterhalb der einer vergleichbaren Röntgenuntersuchung liegt. Die Menge der erforderlichen radioaktiven Substanz wird dem Alter, dem Gewicht und der Größe des Kindes angepasst.

Sind Vorbefunde und Medikamente wichtig?

Bei ambulanten Untersuchungen sollten vorhandene Vor- und Zusatzbefunde (Röntgen-, Ultraschall- und Laborbefunde) unbedingt vorgelegt werden, um die ev. Wiederholung unnötiger Untersuchungen zu vermeiden. Außerdem sollten eine Aufstellung der Medikamente bzw. die Medikamente selbst, die zum Untersuchungszeitpunkt eingenommen werden, mitgebracht werden.

Sind nuklearmedizinische Untersuchungen in der Schwangerschaft und Stillzeit möglich?

Grundsätzlich ja, eine Szintigraphie wird jedoch nur bei strenger Indikation durchgeführt. Sollte eine Schwangerschaft oder auch nur die Möglichkeit einer Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Untersuchung bestehen, teilen Sie dies bitte unbedingt vor der Untersuchung dem Arzt mit.
Sollten Sie noch stillen, müssten Sie dies ebenfalls vor Beginn der Untersuchung bekannt geben.