Department für
Psychosomatik für Erwachsene

der Abteilung für Innere Medizin IV

Die Psychosomatik...

beschäftigt sich mit körperlichen, seelischen und sozialen Prozessen (bio-psycho-sozial), die die Entstehung, den Verlauf und die Bewältigung von Krankheiten und Leidenszuständen beeinflussen.

Ziele eines Aufenthaltes:

  • mit sich und seinem Umfeld gut in Beziehung sein
  • eigene Gefühle wahrnehmen, verstehen und ausdrücken lernen
  • sich seiner seelischen Bedürfnisse, der eigenen Fähigkeiten und Vorlieben bewusst werden und dadurch Ziele im Leben neu formulieren können
  • Entwickeln und Festigen des Selbst-Wert-Gefühls
  • biographische Verletzungen bearbeiten
  • für den konkreten Lebensalltag die heilsame Grundhaltung der Achtsamkeit erwerben
  • Methoden der Spannungsreduktion anwenden lernen

Behandlungs- 
angebote

Stationäre und tagesklinische Behandlungsangebote gibt es für folgende Krankheitsbilder:

  • körperliche Beschwerden, die wesentlich mit dem seelischen Befinden im Zusammenhang stehen (somatoforme Störungen):
  • chronische Schmerzzustände, Fibromyalgie
  • Essstörung mit Essattacken (Binge Eating Disorder) auch in Verbindung mit Adipositas
  • anhaltende Beeinträchtigung nach Adipositas-Chirurgie
  • schwere körperliche Erkrankungen (aus den Bereichen Innere Medizin, Onkologie, Gynäkologie, Neurologie u.a.), bei denen seelische oder soziale Faktoren eine Rolle spielen, soweit eine körperliche Selbstversorgung möglich und die Teilnahme an einem Gruppenprogramm denkbar ist​
  • Psychische Beeinträchtigungen (Ängste, Depressionen, Burnout,...) bei körperlichen oder biographischen Belastungen

Ausschlussgründe

  • Suchterkrankung (Alkohol, Medikamente, Drogen,...), da es spezialisierte Einrichtungen zur Behandlung dieser Krankheitsbilder gibt  
  • fehlende medizinische Abklärung, da sonst wesentliche psychosomatische Therapiezeit zugunsten notwendiger Voruntersuchungen verlorgen geht
  • fehlende Voraussetzung zur Teilnahme an psychosomatischen Behandlungsangeboten (geistiges Auffassungsvermögen, ungenügendes Sprachverständnis, unzureichende Motivation,...)

Anmerkungen: 

Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen sein – im Hinblick auf Schutz des ungeborenen Lebens vor einer emotionalen Belastung.
Ein laufendes Pensionsverfahren wird individuell beurteilt.

Therapie-Programm

Therapieprogramm

Schwerpunkte

Therapieangebote

Alle Therapieformen haben zum Ziel, die Beschwerden zu lindern und die gesunden Anteile zu stärken. In beiden Programmen profitieren die Patienten von den verschiedenen Therapien. 

PSO Therapieangebote

 

Kurzfristige Ziele:

  • Selbstbewusstsein festigen (stabilisieren)
  • eine aufmerksame Körperwahrnehmung einüben
  • den Ausdruck von Emotionen zulassen
  • die Zusammenhänge von Denken, Fühlen und Verhalten erkennen und steuern lernen

 

Langfristige Ziele: 

  • sich selbst annehmen und das EIGENE Leben leben lernen
  • biografische Verletzungen bearbeiten
  • den Blickwinkel erweitern
  • neue Bewältigungsstrategien finden
  • sich seiner seelischen Bedürfnisse bewusst werden und Lebensziele neu formulieren

 

In unserem multiprofessionellen Team versuchen wir durch unterschiedliche Herangehensweisen die für Sie optimale Behandlung zu finden.

Der Weg zu uns

Der Erstkontakt und die Terminvereinbarung erfolgen über das PSO- Sekretariat (Kontakt siehe Ambulanzen). Hier erhalten Sie einen Termin zu einem Erstgespräch und es wird Ihnen ein Fragebogen zugeschickt. Der Fragebogen kann auch direkt unter Downloads abgerufen werden.

Voraussetzung für die stationäre Aufnahme ist dieses ambulante Erstgespräch (bitte ärztliche Zuweisung, etwaige Vorbefunde und ausgefüllte Fragebogen mitbringen).

Für den stationären Aufenthalt stehen Ihnen Ein- und Zweibettzimmer zur Verfügung. Nach Absprache kann ein tagesklinischer Aufenthalt gewählt werden. Zum Erstgespräch ist eine Überweisung durch den Haus- oder Facharzt erforderlich. Die Kostenübernahme für den Aufenthalt ist durch die gesetzlichen Krankenkassen gewährleistet. Bei den Privatversicherungen oder Patienten aus anderen Bundesländern wird empfohlen, die Kostenübernahme vor dem stationären Aufenthalt abzuklären.

Videos