Gelenksprechstunde
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Gelenksprechstunde in Grieskirchen

Die Orthopädie am Klinikum Wels-Grieskirchen unter der Leitung von Björn Rath zählt zu den führenden Kompetenzzentren im Land, wenn es um die Therapie degenerativer und wachstumsbedingter Veränderungen des Bewegungsapparates geht. Eine besondere Expertise der Abteilung liegt hier im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes (Endoprothetik). Die endoprothetische Versorgung wird am Standort Grieskirchen und am Standort Wels angeboten. An beiden Standorten arbeiten Experten mit den neuesten Methoden und etablierten Standards. Regional wird nun auch der Standort Grieskirchen in einem Gemeinschaftsprojekt von Orthopädie und Unfallchirurgie eine wichtige Anlaufstelle für Patienten mit dem entsprechenden Beschwerdebild sein. Die notwendigen Untersuchungen und die operativen Eingriffe können direkt vor Ort geplant und auf höchstem Niveau durchgeführt werden. 

 

„Menschen mit Gelenksbeschwerden haben eine Vielzahl an Fragen und Sorgen, die nur in einem ausführlichen Patientengespräch geklärt und beantwortet werden können“, so Björn Rath, Leiter der Abteilung für Orthopädie und chirurgische Orthopädie am Klinikum Wels-Grieskirchen. Um die Betroffenen bestmöglich über die geplante Operation und das entsprechende Vorgehen aufzuklären, wurde am Klinikum-Standort Grieskirchen eine spezialisierte Gelenksprechstunde eingerichtet. Rath hebt hervor: „Im Rahmen dieser Sprechstunde ist es unseren Patienten möglich, sich bei den Experten aus der Orthopädie und Unfallchirurgie umfassend über die individuell passenden Therapieoptionen zu informieren.“

Grieskirchner Gelenksprechstunde

Die Gelenksprechstunde findet ab Juli 2021 immer dienstags von 15:00 bis 17:00 Uhr am Klinikum-Standort Grieskirchen in Untersuchungsraum 4 (U 4) im Erdgeschoß statt. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Die Anmeldung erfolgt am besten telefonisch unter +43 7248 601-6222.

Kunstgelenke – Die 6 häufigsten Fragen

1) Wann benötige ich ein künstliches Gelenk?
Individuelle Beschwerden, Bildgebung und klinische Untersuchung informieren über den Gelenkszustand. Bei starken Belastungsschmerzen, Schlafmangel aufgrund der nächtlichen Ruheschmerzen und dauerhaften Einschränkungen beim Gehen wird zur OP geraten.

2) Wie kann ich mich auf die OP vorbereiten?
Wichtig sind vorab Bewegungstraining und Muskelaufbau unter der Anleitung von Physiotherapeuten. Auch muss der Lebensraum zuhause sicher gestaltet werden – zum Beispiel Stolperfallen wie lose Teppiche sollen entfernt oder Haltegriffe im Sanitärbereich angebracht werden. Nach der OP ist ein Remobilisationsaufenthalt empfehlenswert.

3) Wie läuft die Operation ab?
Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks dauert rund eine Stunde. Die Operation wird minimalinvasiv über einen kleinen Hautschnitt ohne Muskeldurchtrennung durchgeführt. Nach einer Erholungsphase auf der Aufwachstation werden Bewegungstests mit dem Bein durchgeführt. Am Abend des Operationstages oder am ersten Tag nach der OP startet die Mobilisierung durch die Physiotherapie. Der stationäre Aufenthalt dauert durchschnittlich sechs Tage.

4) Welches Material wird verwendet? 
Das Material des Hüftimplantats besteht aus Titan, hochvernetztem Polyethylen und Keramik und ist zur Gänze nickelfrei. Eine Knieprothese setzt sich aus einer Legierung aus Chrom, Kobalt und Molybdän zusammen, sie enthält einen geringen Prozentsatz Nickel. Bei Allergien werden Spezialimplantate verwendet.

5) Wie lange hält das Implantat?
Alle Kunstgelenke haben eine begrenzte Haltbarkeit. Endoprothesenregister zeigen, dass der Großteil der Kunstgelenke eine Standzeit von über 20 Jahren und länger hat. Bei einer Lockerung der Prothese kann diese in einer Operation gewechselt werden. 

6) Wie hoch darf die Erwartungshaltung sein?
Bei Hüftpatienten dürfen die Erwartungen sehr hoch sein, bei 95 Prozent der Betroffenen findet sich eine massive Schmerzreduktion und eine gute Beweglichkeit. Nach der Implantation eines künstlichen Kniegelenks erfahren 85 Prozent eine deutliche Reduktion der Symptome und gute Beweglichkeit.