In der Spezialambulanz stehen moderne und für Kinder wenig belastende Untersuchungsmethoden zur Verfügung

Wenn der Kinderdarm streikt

Bauchschmerzen bei Kindern sind nichts Außergewöhnliches. Die Beschwerden klingen meist von selbst wieder ab. In einigen Fällen kann jedoch eine krankhafte Störung des Magen-Darm-Traktes dahinterstecken. Eine Abklärung der Symptome beim Spezialisten ist wichtig, um durch eine geeignete Therapie den Leidensweg der Kinder abzukürzen.

Wenn das eigene Kind keinen regelmäßigen Stuhlgang hat, beginnen viele Eltern im Freundeskreis nach ähnlichen Erfahrungen zu fragen, lesen fachliche Ratgeber und informieren sich ganz allgemein zum Thema Verstopfung. Die grundsätzlichen Empfehlungen konzentrieren sich meist auf Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr.

OA Dr. Markus Prenninger

 

„Wenn diese in den Alltag des Kindes eingebaut werden und dennoch nicht helfen, wird den Eltern rasch klar, dass ein schwerwiegenderes Krankheitsbild als eine normale Verstopfung die Ursache für die Beschwerden des Kindes sein muss.“

OA Dr. Markus Prenninger ist Spezialist für Kindergastroenterologie am Klinikum Wels-Grieskirchen.

Auch die Psyche leidet

Bei einer Motilitätsstörung des Darms leiden die Kinder oft auch psychisch sehr stark unter den für sie unzumutbaren Zuständen. Ein sonst normales Ritual wird für sie zur Qual. Manche Kinder halten den Stuhl zurück, können sich nicht konzentrieren oder wollen nicht mehr spielen. Für Prenninger ist das nichts Neues: „Für das Umfeld ist die Situation oft schwer nachvollziehbar. Den Kindern geht es aber sehr, sehr schlecht. Wenn man einmal bis zu zehn Tage oder sogar länger keinen Stuhl hat, dann ist das eine enorme Belastung für die Kinder und die ganze Familie.“

Wenn nichts mehr geht

Wenn eine Darmträgheit bei Kindern über einen Zeitraum von zwei Monaten andauert und der Stuhlgang nur durch das Verabreichen von Einläufen mobilisiert werden kann, sollte der Haus- oder Kinderarzt zu Rate gezogen werden. Führen erste Therapiemaßnahmen nicht innerhalb von drei Monaten zum erhofften Erfolg, können Eltern die Kinder zur Abklärung der Ursachen auch an eine Spezialambulanz für Kindergastroenterologie überweisen lassen.

Spezialambulanz für Kindergastro­enterologie – gemeinsam zur Lösung

Kindergastroenterologe Markus Prenninger ist am Klinikum Wels-Grieskirchen Ansprechpartner für die Betroffenen: „Mit dem Begriff Verstopfung bezeichnet man vielerlei Beschwerden – angefangen von einer ganz harmlosen, vorübergehenden Verstopfung, die jeder kennt, bis hin zur schwersten Darmmotilitätsstörung, welche aufwändigste Therapien bis hin zu Operationen benötigt.“ In vielen Fällen reichen jedoch vorerst eine klinische Untersuchung durch Abtasten, Abhorchen und eine Anamnese aus, um einen konkreten Behandlungsversuch ins Auge fassen zu können. „Und erst, wenn dieser nicht so funktioniert, wie man erwartet hätte, werden spezielle Untersuchungen vorgenommen.“
In der Spezialambulanz für Kindergastroenterologie am Klinikum Wels-Grieskirchen gibt es für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wirkungsvolle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, um den Kindern wieder ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen. Moderne Methoden, wie etwa die Impedanz-ph-Metrie oder die Manometrie, sind für die Kinder wenig belastend und bringen schnelle Ergebnisse. Mit den beiden Experten Markus Prenninger und Franz Eitelberger ist die Ambulanz laut der Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung (www.gpge.de) die derzeit einzige in Oberösterreich.

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