Pressematerial
Neues PET-CT für noch präzisere Diagnostik
Das Klinikum Wels-Grieskirchen und das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried setzen einen weiteren Meilenstein in der medizinischen Versorgung der Region: Anfang des Jahres wurde das neue, hochmoderne PET-CT offiziell eröffnet, das am Klinikum-Standort Wels steht und gemeinsam mit dem Krankenhaus Ried betrieben wird. Diese Technologie, die vor allem bei der Diagnose von Krebserkrankungen eingesetzt wird, ermöglicht eine noch präzisere und schnellere Diagnostik. Das PET-CT kombiniert die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit der Computertomographie (CT) und liefert dadurch exakte Bilddaten von Stoffwechselprozessen und anatomischen Strukturen. Die Diagnostik wird nun direkt vor Ort durchgeführt und nicht mehr wie bisher nach Linz oder Vöcklabruck verlagert.
Das neue PET-CT ermöglicht eine gezielte und hochpräzise Diagnostik, die besonders bei Krebserkrankungen von Bedeutung ist. Zu den häufigsten Anwendungsbereichen gehören die Diagnose von Lungen- und Prostatakrebs, Melanomen und Lymphomen, weiters Schilddrüsenkrebs, Kopf-Hals-Tumore sowie Speiseröhrenkrebs. Mit dieser Technologie können Tumore und Metastasen exakt lokalisiert, ihre Bösartigkeit bestimmt und das Stadium der Erkrankung ermittelt werden. Diese Informationen sind entscheidend, um eine individuell auf die Patient*innen abgestimmte Therapie zu planen.
"Wir arbeiten tagtäglich dafür, dass die oberösterreichische Gesundheitsversorgung gut und stark bleibt. Die Investition in diese fortschrittliche Technologie ist ein bedeutender Schritt zur Sicherstellung einer hochmodernen medizinischen Versorgung in Oberösterreich", sagt Gesundheitslandesräten LH-Stv. Mag. Christine Haberlander. "Mit dem neuen PET-CT Gerät bieten wir unseren Patientinnen und Patienten eine exzellente Möglichkeit der frühzeitigen Diagnostik und der präzisen Therapieplanung. Diese Investition ist ein weiterer Beitrag zur Stärkung des Gesundheitsstandorts Oberösterreich und zur Verbesserung der Versorgung im Bereich der Onkologie."
Das neue PET-CT stellt einen wichtigen Baustein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Gesundheitsinfrastruktur Oberösterreichs dar und sichert den Zugang zu einer der fortschrittlichsten Diagnosetechnologien in der modernen Medizin. Die Investitionskosten für das Gerät liegen bei rund 2,6 Mio. Euro. Für die entsprechenden baulichen Maßnahmen mussten rund 3 Mio. Euro veranschlagt werden.
Kooperation in der Versorgung
Das neue PET-CT wird gemeinsam in Kooperation zwischen dem Klinikum Wels-Grieskirchen und dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried betrieben. Die verantwortlichen Leiter Nuklearmedizin, Dr. Wolfgang Lintner, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am Klinikum Wels-Grieskirchen, und Dozent Dr. Alexander Kroiss, Leiter des Instituts für Nuklearmedizin am Krankenhaus Ried, betonen die Bedeutung dieser gemeinsamen Investition für die Region.
Die Bau- und Vorbereitungsarbeiten für das neue PET-CT begannen im Juli 2023 und wurden im November 2024 abgeschlossen. Seit einigen Monaten ist das Gerät nun in Vollbetrieb. Die Untersuchungen werden an drei Tagen durch das Team des Klinikum Wels-Grieskirchen und an zwei Tagen durch das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried durchgeführt. Die Teams setzen sich insbesondere durch Ärzt*innen der Nuklearmedizin und Radiologietechnolog*innen zusammen.
Die Patientinnen und Patienten aus Ried werden im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried betreut, wo sie vor der PET-CT-Untersuchung aufgeklärt und vorbereitet werden. Dort wird auch die Befundung durch die zuständigen Nuklearmediziner durchgeführt. Die Untersuchen selbst erfolgt am Klinikum-Standort Wels, wo die Welser Raiologietechnolog*innen die PET-CT-Untersuchung durchführen.
Bisher wurden die Patientinnen und Patienten aus Wels und Ried bei Bedarf dieser speziellen Diagnostik nach Linz oder Vöcklabruck überweisen, nun werden rund 1600 Untersuchungen pro Jahr direkt am Standort Wels durchgeführt.
Innovatives Verfahren für präzise Ergebnisse
Das PET-CT vereint zwei hochentwickelte bildgebende Verfahren: die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT). Während die PET die Stoffwechselaktivität im Körper darstellt, liefert das CT detaillierte, anatomische Bilddaten. Durch die Kombination beider Verfahren können Tumore oder entzündliche Herde in ihrer genauen Position und Größe visualisiert werden. Diese präzise Lokalisierung von Tumoren ist besonders wichtig für die gezielte Planung von Therapien wie Operationen oder Bestrahlungen. Die Patient*innen erhalten vor der Untersuchung eine geringe Menge eine radioaktiven Isotops, das dabei hilft, krankhafte Stoffwechselprozesse sichtbar zu machen.
Anfangs wird das neue PET-CT speziell für Patient*innen mit onkologischen Fragestellungen eingesetzt. Neben den bereits erwähnten Krebsarten wird es auch zur Planung von Strahlentherapien, zur Verlaufskontrolle von Krebserkrankungen und zur Entdeckung von Rezidiven verwendet. Zudem wird das Gerät in der Neurologie zur Abklärung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer Diagnostik eingesetzt.
Stand: Mai 2026