Endoskopie Harald Hofer
Innere Medizin I
Abteilungsleitung:
Primarius
Univ.-Prof. Dr.
Harald
Hofer
Sekretariat Tel:
+43 7242 415 2181
interne1@klinikum-wegr.at

Abteilung für
Innere Medizin I

Schwerpunkt:
Koloskopie

Koloskopie

Dickdarm-
spiegelung

Koloskopie bedeutet Dickdarmspiegelung. Es wird nach Möglichkeit der gesamte Dickdarm, der ca. einen Meter lang ist, endoskopisch untersucht. In Kombination mit einer dabei leicht zu entnehmenden Biopsie für eine histologische Untersuchung stellt die Koloskopie die exakteste Untersuchungsmethode des unteren Verdauungstraktes dar.

Indikationen

Die Indikationen zur Koloskopie sind hauptsächlich der Nachweis oder Ausschluss von gut- oder bösartigen Tumoren sowie die Diagnose von chronischen Darmentzündungen. Neben den weiter unten angeführten Symptomen, die eine Koloskopie notwendig machen, wird heute die Koloskopie als Vorsorge bzw. Früherkennung von Dickdarmkrebs empfohlen. Eine Koloskopie im Rahmen der Vorsorge bedeutet, dass ein Mensch ohne Beschwerden sich einer Dickdarmspiegelung unterzieht. Die österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie empfiehlt eine Erstuntersuchung mit 50 Jahren. Bei erhöhtem Risiko (z.B. familiäre Häufung von Dickdarmkrebs, langjährige Dickdarmentzündung) kann eine Basiskoloskopie auch schon in jüngerem Alter zu empfehlen sein.

Symptome, bei denen eine Spiegelung des Enddarmes jedenfalls zu empfehlen ist:

  • Blutabgänge
  • Unklare Schmerzen im Unterbauch oder Mastdarmbereich

Symptome, die ebenfalls eine Koloskopie notwendig machen können:

  • Unklare Bauchschmerzen
  • Durchfälle
  • Änderungen der Stuhlgewohnheiten
  • Anämie
  • Unklarer Gewichtsverlust

Die Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt ambulant oder stationär. Für die Darmspiegelung ist eine Vorbereitung (Darmreinigung) notwendig. In einem vor der Untersuchung durchgeführten Gespräch werden Sie über die Durchführung und über etwaige Risiken aufgeklärt (in seltenen Fällen kann es bei der Darmspiegelung zur Verletzung des Darmes oder zu Blutungen nach Probenentnahmen oder Polypenabtragung kommen). Hier sollten auch Angaben über Blutverdünnung, Allergien, Medikamenteneinnahme erfolgen. Vor der Untersuchung erfolgt eine Blutuntersuchung (Blutbild und Blutgerinnung), um eine eventuelle Blutungsneigung zu erfassen.

Sanfte Koloskopie

Entsprechend den modernen Empfehlungen bieten wir die Koloskopie mit so genannter Sedoanalgesie an, das heißt die Untersuchung erfolgt nach Verabreichung einer beruhigenden und schmerzlindernden Injektion. Damit wird eine schmerzfreie Untersuchung ermöglicht. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, bei ambulanten Untersuchungen nicht mit dem eigenen Auto zu kommen und für eine Abholmöglichkeit durch eine Vertrauensperson zu sorgen.

Polypenabtragung

Während der Koloskopie können, falls erforderlich, Gewebeproben entnommen werden. Darüber hinaus können Polypen häufig bereits während der Darmspiegelung abgetragen werden. Polypen sind meist gutartige Veränderungen, es gilt heute aber als gesichert, dass Polypen eine Vorstufe zu Dickdarmkrebs darstellen, deshalb sollten sie entfernt oder entsprechend beobachtet werden. Wird bei der Koloskopie eine Polypenabtragung durchgeführt, kann eine stationäre Nachbeobachtung erforderlich sein.

Vorbereitung zur ambulanten Dickdarmspiegelung:

Ganz allgemein werden eine zumindest zweitägige Vermeidung von ballastreicher Kost (Salat, Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) und reichliche Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Die endgültige Vorbereitung erfolgt durch ein abführendes Medikament (z.B. Endofalk, Kleanprep, Moviprep, Golytely, Picoprep), das Sie sich bitte vom Hausarzt bzw. zuweisenden Facharzt verschreiben lassen und entsprechend dem Beipacktext einnehmen. Die besten Ergebnisse erzielt man mit einer geteilten Einnahme am Vortag der Untersuchung nachmittags und am Untersuchungstag frühmorgens. Wichtig ist ausreichendes Trinken klarer Flüssigkeiten, je nach Präparat zusätzlich zwei bis drei Liter.

Bitte lesen Sie dazu folgende Information:

 

Das Vorgespräch als wichtige Basis

Bei Ihrer Anmeldung werden Sie zu einem Vorgespräch in unserer Ambulanz eingeladen, wo die Untersuchung und Vorbereitung genau besprochen, Ihre Fragen beantwortet, und das abführende Medikament mitgegeben wird. Wir raten dringend dazu, dieses Vorgespräch wahrzunehmen. Bei Unklarheiten bitten wir um Rücksprache mit dem Hausarzt oder mit uns. Gleiches gilt für eine vorbestehende blutverdünnende Medikation.

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