Yoga
„Yoga auf der Psychiatrie“ ist ein auf die Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmtes, körperorientiertes Angebot, das nach ärztlicher oder psychologischer Zuweisung Teil der multidisziplinären Behandlung ist.
Ziel ist die Steigerung des Wohlbefindens durch Selbstwirksamkeit, Achtsamkeit und innere Zentrierung. Die Verbindung von Bewegung, Atemtechniken und Entspannung hilft dabei, Stress abzubauen, Ängste zu verringern und das Nervensystem zu beruhigen. Unterschiedliche Themen wie Stabilität, Fokussierung, Kraft oder Ausgleich werden anhand von Körperhaltungen (Asanas) erfahrbar und am Ende gemeinsam reflektiert.
Yoga – insbesondere Hatha-Yoga – gilt als vielversprechender Therapieansatz bei psychischen Erkrankungen. Studien belegen positive Effekte auf Stresshormone, Stimmung und Wohlbefinden. Übungen lassen sich zudem leicht in den Alltag integrieren.
Eine besonders sanfte Variante ist das Yin Yoga: Hier werden Positionen mehrere Minuten gehalten, unterstützt durch Polster oder Decken. Die langsame Praxis ermöglicht ein bewusstes Wahrnehmen von Körper und Emotionen und wirkt stabilisierend sowie regulierend.