Bei chronischen Schmerzen und Erschöpfung

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Mann mit Rückenschmerzen

Psychosomatik: chronische Schmerzen und Erschöpfung

Immer mehr Menschen leiden unter Beschwerden, für die sich keine eindeutige körperliche Ursache finden lässt oder deren Ausmaß über das medizinisch Erklärbare hinausgeht. Unter anderem Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, anhaltende Erschöpfung und Magen-Darm-Probleme können den Alltag stark belasten – besonders dann, wenn trotz zahlreicher Untersuchungen keine klare Diagnose gestellt werden kann. Wie das Fachgebiet der Psychosomatik in solchen Fällen ansetzt, erklärt Expertin Andrea Mühlbacher. Sie leitet das Department für Psychosomatik für Erwachsene am Klinikum-Standort Grieskirchen.

„Viele Symptome können durch Stress, Konflikte oder langanhaltende Belastungen verstärkt oder sogar ausgelöst werden“, erklärt Andrea Mühlbacher. „Körperliches und seelisches Erleben sind eng miteinander verbunden. Viele Patienten haben bereits einen langen Weg medizinischer Abklärungen hinter sich. Unser Ansatz ist es, Beschwerden ganzheitlich zu verstehen und individuell zu behandeln.“

Chronische Schmerzen und Belastungssituationen

Chronische Schmerzen zählen zu den häufigsten Gründen für eine psychosomatische Abklärung. Anders als bei akuten Schmerzen geht es dabei nicht nur um mögliche körperliche Auslöser, sondern auch um die Verarbeitung im Nervensystem sowie um emotionale und soziale Faktoren. Gerade bei wiederkehrenden Kopf- oder Rückenschmerzen könne es wichtig sein, die gesamte Lebenssituation mitzudenken, so Mühlbacher. Auch Erschöpfungszustände oder Burnout-Symptome gehören zum Behandlungsspektrum. „Dauerstress im Beruf, hohe Erwartungen und fehlende Erholungsphasen können langfristig zu einem Burnout-Syndrom führen“, so die Expertin. Typische Anzeichen sind Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und ein Gefühl innerer Leere.

Ganzheitliche Behandlung im multiprofessionellen Team

Das psychosomatische Angebot des Klinikums richtet sich an Menschen mit körperlichen Beschwerden, die sich medizinisch nicht ausreichend erklären lassen oder bei denen psychische und soziale Belastungsfaktoren eine wesentliche Rolle spielen. Ziel ist es, Symptome ernst zu nehmen und gemeinsam ein besseres Verständnis für deren Entstehung zu entwickeln.

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Prim. Dr. Mühlbacher Andrea

„Unser Angebot nimmt diese Beschwerden ernst und ordnet sie gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein."

Primaria Dr. Andrea Mühlbacher leitet das Department für Psychosomatik für Erwachsene am Klinikum-Standort Grieskirchen

 

In einer sechswöchigen Therapie, die stationär oder tagesklinisch am Klinikum Wels-Grieskirchen angeboten wird, lernen Betroffene, Warnsignale frühzeitig zu erkennen, persönliche Grenzen zu setzen und neue Strategien im Umgang mit Belastungen zu entwickeln. Die Behandlung erfolgt in einem multiprofessionellen Setting, das medizinische, psychotherapeutische und pflegerische Perspektiven verbindet. Ergänzt wird das Angebot durch strukturierte Therapieelemente, die auf Stabilisierung, Orientierung und nachhaltige Veränderung im Alltag abzielen.

Anlaufstelle für die Region

Das Department für Psychosomatik für Erwachsene am Klinikum-Standort Grieskirchen versteht sich als Anlaufstelle für Betroffene und zuweisende Ärztinnen und Ärzte aus der Region. Zum Leistungsspektrum zählt die Behandlung psychosomatischer Beschwerden, etwa bei chronischen Schmerzen, Erschöpfungszuständen oder anderen körperlichen Symptomen ohne ausreichende medizinische Erklärung. „Psychosomatische Erkrankungen sind behandelbar“, betont Mühlbacher. „Wir bieten kompetente Unterstützung auf dem Weg zurück zu mehr Stabilität und Lebensfreude.“

 

Stand: April 2026

Bilder: © iStock-1291589126/Khosrork

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