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Schutz wichtig bei UV-Strahlung, Hitze und Allergien
Sommer, Sonne, Sonnencreme: Für die Haut ist UV-Schutz längst selbstverständlich. Dass intensive Sonneneinstrahlung auch die Augen schädigen kann, wird dagegen häufig unterschätzt. In Kombination mit Hitze und trockener Luft kann sie die Augen akut belasten und langfristig die Entstehung von Augenerkrankungen begünstigen. Ernst Dragosits, leitender Oberarzt an der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie am Klinikum Wels-Grieskirchen, informiert, worauf es in der heißen Jahreszeit ankommt.
„UV-Strahlung betrifft nicht nur die Haut. Auch die Augen können dadurch geschädigt werden – kurzfristig ebenso wie über viele Jahre hinweg“, erklärt Dragosits. So kann hohe UV-Belastung Entzündungen von Hornhaut und Bindehaut verursachen. „Betroffene klagen häufig über starke Lichtempfindlichkeit, Schmerzen, Tränenfluss oder ein Fremdkörpergefühl. Langfristig kann intensive UV-Strahlung Veränderungen an der Augenoberfläche begünstigen und als Risikofaktor zur Entstehung bestimmter Formen des Grauen Stars beitragen.“ UV-Schutz für die Augen ist immer und überall wichtig, nicht nur im Urlaub oder beim Wandern.
Belastung für den Tränenfilm
Neben UV-Strahlung stellen auch sommerliche Temperaturen die Augen vor Herausforderungen. „Hitze, trockene Luft, Wind, Staub oder Klimaanlagen können den schützenden Tränenfilm beeinträchtigen“, so der Augenexperte. „Die Folge sind trockene, gerötete oder gereizte Augen.“ Gleichzeitig nehmen in den Sommermonaten allergische Beschwerden mit Juckreiz und Tränenfluss zu, auch infektiöse Bindehautentzündungen treten häufiger auf. „Bei leichten Beschwerden können konservierungsmittelfreie Benetzungstropfen sowie kühle Umschläge Linderung verschaffen“, sagt Dragosits. „Kontaktlinsenträger müssen bei gereizten Augen vorübergehend auf eine Brille wechseln. Für alle Betroffenen ist wichtig: die Augen nicht reiben!“ Klingen die Beschwerden nicht ab, ist eine ärztliche Abklärung ratsam. Plötzlich auftretender Sehverlust, Lichtblitze, zahlreiche neu auftretende schwarze Punkte, ein Schatten im Gesichtsfeld, starke Augenschmerzen sowie Augenverletzungen oder Verätzungen gelten hingegen als augenärztliche Notfälle und müssen umgehend abgeklärt werden. „Rasches Handeln kann hier entscheidend sein, um das Sehvermögen zu erhalten“, so der Experte.
Schutz durch Brille: Entscheidend ist der UV-Schutz – nicht die Tönung
Nicht vordergründig modisches Accessoire, sondern effektive Gesundheitsvorsorge für das Auge ist die Sonnenbrille mit UV-Schutz. „Bei der Sonnenbrille geht es nicht um die Tönung allein. Entscheidend sind ein geprüfter UV-400-Schutz, ausreichend große Gläser, ein guter seitlicher Abschluss, eine an die Lichtverhältnisse angepasste Tönung sowie eine hohe optische Qualität der Gläser.“, so Dragosits. „Besonders wichtig ist sie bei starker Sonneneinstrahlung, im Alltag und beim Sport, im Hochgebirge, am Wasser sowie generell für Kinder.“ Welche Ausführung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von den individuellen Sehbedürfnissen und Einsatzbedingungen ab und sollte gegebenenfalls mit Augenarzt oder Optiker besprochen werden.
Drei Empfehlungen für gesunde Augen
„Die Chancen, bis ins hohe Alter gut zu sehen, sind heute so gut wie nie zuvor. Viele Augenerkrankungen können früh erkannt und erfolgreich behandelt werden. Prävention bleibt dabei ein wichtiger Baustein“, so Dragosits. Um die Sehkraft möglichst lange zu erhalten, empfiehlt die Augenheilkunde des Klinikum Wels-Grieskirchen drei einfache Maßnahmen: Augen konsequent vor UV-Strahlung schützen! Regelmäßige augenärztliche Kontrollen im niedergelassenen Bereich wahrnehmen – insbesondere ab dem mittleren Lebensalter! Auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und Nichtrauchen achten!
Stand: Juli 2026
Foto: ©iStock-514477133