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Wenn Erfahrung auf Hightech und perfekte Planung trifft
Seit mittlerweile 15 Jahren setzt die Urologie am Klinikum Wels-Grieskirchen auf modernste Robotertechnologie mit dem da-Vinci-System. Diese langjährige Expertise ermöglicht hochpräzise, minimalinvasive Eingriffe, die für Patientinnen und Patienten besonders schonend sind und mit verkürzten Erholungszeiten einhergehen. Aufbauend auf dieser Erfahrung hat der Leiter der Abteilung, Prim. Dr. Clemens G. Wiesinger, ein besonderes Versorgungskonzept etabliert: einen speziell geplanten OP-Tag, an dem mehrere robotergestützte Eingriffe gebündelt durchgeführt werden.
Das Konzept wird seit Dezember 2025 einmal im Monat umgesetzt – mit einem klaren Ziel: Die vorhandenen Ressourcen und die langjährige Expertise optimal zu nutzen, um mehr Patientinnen und Patienten auf hohem medizinischem Niveau zu versorgen und gleichzeitig Wartezeiten zu reduzieren.
Langjährige Erfahrung ermöglicht innovative Prozessoptimierung
Im Fokus stehen dabei standardisierte Eingriffe, insbesondere Operationen an Niere und Prostata sowie ausgewählte onkologische Eingriffe, die nicht zu den hochkomplexen Fällen zählen. Durch eine präzise Planung, optimierte Abläufe und das perfekte Zusammenspiel aller beteiligten Berufsgruppen können an diesen Tagen deutlich mehr Eingriffe durchgeführt werden als im regulären Betrieb – ohne Abstriche bei Sicherheit oder Versorgungsqualität.
„Der Patient steht immer im Mittelpunkt unseres Handelns. Es geht nicht um eine Steigerung der Fallzahlen um jeden Preis, sondern darum, unsere vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig die Behandlungsqualität konstant hoch zu halten“, betont Clemens Wiesinger, Leiter der Abteilung für Urologie am Klinikum Wels-Grieskirchen.
Der gesamte Prozess wird eng durch das Qualitätsmanagement begleitet und kontinuierlich analysiert. Bereits im Vorfeld finden intensive Abstimmungen und Vorbereitungsmeetings statt. Zusätzlich holte sich das Team Impulse durch Hospitationen in internationalen Referenzzentren, etwa in Stuttgart, wo vergleichbare Modelle bereits erfolgreich etabliert sind.
Eingespieltes Team
Ein wesentliches Merkmal des Konzepts ist die ausgeprägte interprofessionelle Zusammenarbeit: Chirurgie, Anästhesie, Operationstechnische Assistenz und Pflege sind perfekt aufeinander abgestimmt und reflektieren ihre Abläufe kontinuierlich, um weiteres Optimierungspotenzial zu identifizieren. Diese selbstkritische Herangehensweise trägt maßgeblich zur hohen Qualität und Sicherheit bei.
„Entscheidend für den Projekterfolg ist, dass alle Beteiligten von Beginn an involviert waren – angefangen bei der Station, Ärzte, über OP-Pflege, Anästhesie und natürlich die postoperative Versorgung im Aufwachraum. Alles muss Hand in Hand gehen, Teamwork von Anfang bis Ende“, bestätigt auch Stefan Offenzeller, Stationsleiter im Zentral-OP. Er ist mit seinem Team zuständig für den effizienten Ablauf im OP-Bereich, insbesondere für die Allgemeinchirurgie, Urologie und Robotik.
Die Ergebnisse des Projektteams sprechen für sich: So konnten etwa bei Nierenteilresektionen Operationszeiten erreicht werden, die deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegen – bei gleichzeitig verkürzten Narkosezeiten und unverändert hoher Präzision.
Einen weiteren Vorteil des Konzepts sieht Clemens Wiesinger in der gezielten Steuerung von Ressourcen: „Durch die Bündelung standardisierter Eingriffe können OP-Kapazitäten und Personalressourcen effizient genutzt werden. Gleichzeitig entstehen Freiräume für die Ausbildung junger Medizinerinnen und Mediziner.“ Geplant ist, diesen speziellen OP-Tag einmal monatlich durchzuführen.
Mit dieser Kombination aus High-Tech, langjähriger Erfahrung und innovativer Prozessgestaltung setzt die Urologie am Klinikum Wels-Grieskirchen neue Maßstäbe in der modernen Patientenversorgung.
Stand: September 2026
© Klinikum Wels-Grieskirchen/Nik Fleischmann