Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen
Abteilungsleitung:
Primarius
Dr.
Thomas
Keintzel
Sekretariat Tel:
+43 7242 415 2313
hno@klinikum-wegr.at

Abteilung für
Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

Schwerpunkt:
Logopädie

Logopädie

Aufgaben und Ziele

Der logopädisch-phoniatrisch-audiologische Dienst hat die Prävention, Beratung, Untersuchung, Diagnostik  und Therapie von Störungen der Sprache, des Sprechens, der Atmung, der Stimme, der Mundfunktionen und des Hörvermögens bei Patienten aller Altersgruppen zur Aufgabe.

Ziel ist die Förderung, Verbesserung, Wiederherstellung oder Beibehaltung von Funktionen unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Fähigkeiten der Patienten.

Um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu gewährleisten, arbeiten wir in einem interdisziplinären Team gemeinsam mit Ärzten, Pflegepersonal und medizinisch- therapeutischen Berufsgruppen.

Diagnostik und Therapie

Unsere Tätigkeit umfasst die Diagnostik und Therapie von

Sprachstörungen
Zentrale Sprechstörungen
Zentral und peripher bedingte Schluckstörung
Zentral und peripher bedingte Gesichtslähmung
Funktionelle Stimmstörungen
Recurrensparese bzw. weitere organisch bedingte Stimmstörungen (Ersatzstimme nach Teillaryngektomie)
Patienten nach Tracheostomie

Audiologie

In der Audiologie beschäftigen wir uns mit der Abklärung aller Formen von Hörstörungen jeder Altersgruppen unter Einbeziehung subjektiver und objektiver Untersuchungsmethoden.

Wie funktioniert das menschliche Gehör?

Die Schallaufnahme erfolgt durch die Ohrmuschel und wird danach über den Gehörgang zum Trommelfell geleitet. Das in Bewegung versetzte Trommelfell gibt die Schwingungen über die Gehörknöchelchen an das Innenohr weiter. Dort werden die akustischen Signale über den Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn übermittelt.  

Welche Hörstörungen gibt es?

Je nach Sitz der Störung unterscheidet man zwischen

  • Schallempfindungsschwerhörigkeit (betrifft das Innenohr)
  • Schallleitungsschwerhörigkeit (betrifft das Außen- oder Mittelohr)
  • Kombinierte Schwerhörigkeit (betrifft das Innenohr sowie Außen-oder Mittelohr)

Um herauszufinden, ob eine Hörstörung vorliegt und wie ausgeprägt diese ist, stehen am Klinikum Wels-Grieskirchen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung:

  • Impedanzmessung untersucht das Mittelohr und die Hörreflexe
  • Tonaudiometrie bezeichnet einen Hörtest mit Wobbeltönen über Kopfhörer
  • Aufblähkurve ist eine Hörschwellenbestimmung  im Freifeld bei Patienten mit Hörhilfen
  • Sprachaudiometrie ist ein Hörtest mit Wörtern oder Sätzen, um das Sprachverstehen zu überprüfen. Die Ergebnisse werden für die Anpassung bzw. Verordnung von Hörgeräten benötigt. Hierzu zählen:Freiburger Sprachtest (Einsilber und Zahlen), Döring Test, HSM Satztest, OLSA bzw. OLKISA und der Dichotischer Diskriminationstest nach Feldmann.
  • Hörgeräteüberprüfung: anhand verschiedener Sprachtests wird die aktuelle Einstellung des Hörgerätes überprüft
  • BERA (brainsteam evoked response audiometry): Hirnstammaudiometrie ist eine objektive Messmethode  bei Verdacht auf eine leicht-, mittel- und hochgradiger Schwerhörigkeit
  • ASSR (auditory stady state response):  Es handelt sich um eine objektive Methode zur  frequenzspezifischen Hörschwellenbestimmung
  • VEMP (vestibulär evozierte myogene Potenziale): spezifische Untersuchung zur Abklärung von Schwindel

Pädaudiologie

Im Bereich der Pädaudiologie wird neben einer fundierten Diagnostik besonders auf die Beratung und Unterstützung Eltern hörbeeinträchtigter Kinder Wert gelegt. Wichtig ist uns eine gute Zusammenarbeit zwischen HNO-Fachärzten, Logopäden und Hörgeräteakustikern, um so eine optimale Betreuung zu gewährleisten.

Hörbeeinträchtigungen bei Kindern

Hören findet im Gehirn statt. Die Ohren dienen dabei nur zur Schallaufnahme, die akustischen Signale werden anschließend über den Hörnerv an das Hörzentrum im Gehirn weitergeleitet. Dort wird dem akustischen Reiz eine Bedeutung zugeordnet. Während man mit funktionsfähigen Ohren zur Welt kommt, muss die Verarbeitung der akustischen Signale erst erlernt werden. Diesen Lernprozess nennt man Reifung und wird bei normalhörenden Kinder zwischen dem siebten bis achten Lebensjahr abgeschlossen. Kommt es in dieser Phase zu einer Störung, kann das Gehirn seine Hörfunktion nicht richtig oder gar nicht ausbilden. Dies wirkt sich wiederum negativ sowohl auf die allgemeine kindliche Entwicklung aus als auch auf die Sprach- und die Intelligenzentwicklung aus. Daher ist es von besonderer Bedeutung möglichst frühzeitig die Diagnose einer kindlichen Hörstörung zu stellen. Bereits kurz nach der Geburt wird das Neugeborenen-Hörscreening durchgeführt. Zeigt sich hierbei ein auffälliger Befund, wird ein Kontrolltermin an unserer HNO-Ambulanz vereinbart. Anhand einer Diagnostikbatterie, bestehend aus mehreren Tests, erfolgt dann die Abklärung des kindlichen Hörvermögens. Je nach Alter, Entwicklungsstand und Mitarbeit des Kindes werden die einzelnen Überprüfungsmethoden ausgewählt.

 

Um herauszufinden, ob bei einem Kind eine Hörstörung vorliegt und wie ausgeprägt diese ist, steht am Klinikum Wels-Grieskirchen am Klinikum Wels-Grieskirchen ein breites Diagnostikspektrum zur Verfügung:

  • Impedanzmessung prüft das Mittelohr sowie die Hörreflexe
  • OAE (otoakustische Emissionen)  überprüfen die Funktion der äußeren Haarzellen im Innenohr. Wird standardmäßig nach der Geburt durchgeführt.
  • ERA (auditorisch evozierte Potenziale) überprüft die Hörbahn und hilft, die Hörschwelle zu bestimmen
  • ASSR (auditory stady state response) ist eine objektive Methode zur  frequenzspezifischen Hörschwellenbestimmung und dient als Ausgangspunkt für die Hörgeräteanpassung beim Pädakustiker
  • Verhaltensaudiometrie versucht eine Hörschwellenbestimmung im Freifeld mit Wobbeltönen. Man beobachtet die Reaktionen des Säuglings auf einen dargebotenen akustischen Reiz. Die Mitarbeit des Säuglings entscheidet hier über die Aussagekraft der Ergebnisse. Die gewonnen Ergebnisse werden dann gemeinsam mit dem HNO-Facharzt interpretiert. Diese Untersuchung dient bei Kleinkindern auch zur Überprüfung der Hörgeräte.
  • Spielaudiometrie ermöglicht eine Hörschwellenbestimmung für beide Ohren getrennt voneinander. Über Kopfhörer werden akustische Reize dargeboten und das Kind reagiert mit einer vorher abgesprochenen Handlung. Hierbei kann auch die Innenohrfunktion überprüft werden.

Implantierbare
Hörhilfen

Einen weiteren Schwerpunkt an der HNO-Abteilung stellt die Versorgung von hörbeeinträchtigen Personen mit implantierbaren Hörhilfen dar.  Neben einer ausführlichen audiologischen Diagnostik zählt auch die Anpassung und Überprüfung der implantierbaren Hörhilfen sowie die Therapie mittels Hörtraining zu unseren Kompetenzen.

Mehr zum Thema "Implantierbare Hörhilfen"

Logopädie-
Teams

Standort Wels

 

+43 7242  415 - DW

 

Log. Catharina Eidherr DW 93744
Log. Eva Kaser DW 92313
Log. Agnes Koller, MSc DW 93579
Log. Sophie Müller, Bsc DW 93578
Log. Lisa Niederwanger DW 92319
Log. Claudia Haidinger, BSc DW 92316
Log. Theresa Schaur, BSc DW 92879
Log. Petra Schmied DW 92313

 

Standort Grieskirchen

 

 +43 7248 601 - DW

 

Log. Nina Bichler DW 5373
Log. Brigitte Huber-Reiter DW 5371
Log. Sarah Hartl, BSc DW 5372
Log. Maria Webel DW 5374