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Alltagsfasten 2019

Nach einem bunten, ausgelassenen und oftmals an Speisen und Getränken reichhaltigen Fasching nutzen viele die Fastenzeit, um raus aus dem Wintermodus und fit für den Frühling zu werden. Um körperlich und auch mental wieder richtig in Schwung zu kommen, ist die kommende Zeit ideal, festgefahrene Muster abzulegen und Platz für Neues zu machen.

Wer hinsichtlich Ernährung keine strenge, professionell angeleitete Fastenkur unternehmen möchte, hat die Möglichkeit, seinen Konsum von Genussmitteln zu hinterfragen und bewusst Nahrungsmittel zu wählen. Wirklich einschränken und leiden muss man dabei nicht.

„Alle Formen von Diäten sind heiß umworben, sind sie ja auch bedeutender Wirtschaftsfaktor“, erklärt Michaela Großauer, Leiterin der Diätologie am Klinikum-Standort Wels. „Das Geheimnis liegt eigentlich in der Mitte: Während Ernährungstrends immer aggressiver proklamiert werden, ist einer der ältesten Ratschläge wahrscheinlich immer noch der beste: Stellen Sie Ihrem Körper regelmäßig qualitativ hochwertige Nahrung in einem ausgewogenen Verhältnis zur Verfügung – lassen Sie keine Mahlzeiten aus, denn diese Energie fehlt dem Körper!“ Und nicht vergessen: Immer auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten – am besten stets eine Flasche mit Wasser mitnehmen!

 

Michaela Grossauer

„Versorgen Sie Ihren Körper zwischendurch am besten mit Joghurt, Nüssen, frischem Obst und Gemüse. Da freut sich nicht nur Ihr Magen, sondern auch das Gehirn!“ 

Michaela Großauer 
Leiterin der Diätologie
am Klinikum Wels-Grieskirchen

 

Fasten tut auch der Seele gut

Auch die Klinikum-Seelsorge zeigt auf, wo man auch unter der Woche jeden Tag ein wenig fasten kann. „Wir wollen wieder Anregungen für die Fastenzeit bieten – für ein alltägliches Fasten, ein Fasten, das sich auch im Alltag gut umsetzen lässt“, so Claudia Zethofer, Leiterin der Klinikum-Seelsorge am Standort Wels. „Vielleicht ist auch eine Übung dabei, die man nach der Fastenzeit beibehalten oder sich zur Gewohnheit machen möchte.“

Fasten bedeutet für viele Menschen etwas anderes: Für manche ist es eine Form der Diät, für andere Enthaltsamkeit oder Achtsamkeit, um Dingen des Alltags wieder mehr Wert zu verleihen. Frei werden kann bedeuten, dass man Platz macht, zum Beispiel für mehr Muße, für etwas, wofür man sich schon lange Zeit nehmen wollte, für Stille oder Begegnungen. „Man kann auch jeden Tag ein bisschen fasten und jeden Tag anders, zum Beispiel einmal mit den Augen, einmal mit den Ohren oder dem Mund, einmal mit den Händen usw.“

 

Claudia Zethofer

 

„Fastenzeit ist dafür gut, um einmal im Jahr die Gewohnheiten des Alltags ein klein wenig zu verändern, genauer zu beobachten, etwas wegzulassen, um freier zu werden.“

Mag. Claudia Zethofer
Leiterin der Seelsorge 
am Klinikum Wels-Grieskirchen

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